Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten




Der achtjährige Daniel besuchte auch in diesem Jahr vor Weihnachten seinen Opa. Am Nachmittag saßen die beiden in der Werkstatt und Opa schnitzte eine neue Figur für seine Krippe. Dabei erzählte er seinem Enkel die Geschichte von Weihnachten. Von Jesus, von Maria und Josef und den Hirten an der Krippe. Opa konnte so lebendig erzählen, dass Daniel mit offenem Mund lauschte.




Als der Junge am Abend einschlief, sah er im Traum Jesus als Kind in der Krippe liegen. Das Kind sagte zu ihm: „Drei Dinge möchte ich gern von Dir haben!“ Voller Freude sagte Daniel: „Nimm doch meine neue Eisenbahn, mein schönes Buch und meinen neue Mütze!“

„Nein!“, war die Antwort, „diese Dinge brauche ich nicht von Dir! Gib mir was andres!“



„Was möchtest Du denn?“, war Daniels Frage.

„Schenke mir Deinen letzten Aufsatz, den Du in der Schule geschrieben hast!“

Erschrocken sagte Daniel: „Aber da hat der Lehrer doch ´Ungenügend!´ drunter geschrieben!“ – „Eben darum! - Du darfst mir alles bringen, wo die Menschen ein ´ungenügend´ drunter setzen!“



„Ja, und dann bringe mir noch Deine Tasse!“ - Wieder erschrak Daniel. Die hatte er doch im Zorn auf die Erde geworfen, sie war zerbrochen. „Ja“, sagte das Kind in der Krippe, „bringe mir immer in Deinem Leben, was Du zerbrichst!“ - „Und dann bringe mir auch Deine Ausrede, die du deiner Mutter gegeben hast, als sie Dich nach der Tasse fragte!“

„Ach“, sagte Daniel traurig, „da habe ich meine Mama angelogen. Ich hab ihr gesagt, die Tasse wäre mir aus der Hand gefallen. Dabei habe ich sie doch absichtlich auf den Boden geworfen!“



Liebevoll sagte das Kind: „Bringe mir in deinem Leben all dein Versagen, deine Lügen, deinen Trotz, das Ungute, ja auch das Böse, was du tust. Denn ich möchte dir helfen, ehrlich zu werden. Ich möchte dir vergeben und deine Seele heilen, damit du verändert wirst und unserm himmlischen Vater gefallen kannst!“



Und als Daniel am nächsten Morgen erwachte, wusste er noch jeden einzelnen Satz, den er im Traum mit Jesus gewechselt hatte. Aufgeregt erzählte er seinem Opa davon. Der umarmte ihn nur, hielt ihn ganz fest und sagte: „Daniel - trage dieses Gespräch für immer in deinem Herzen mit dir. Es ist was ganz Besonderes.“



(Verfasser unbekannt)

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