Sonntag, 28. Dezember 2014

Sonntagsfreude

Das Genießen der Weihnachtstage und der Ferien. Schnee! Das erste Mal erlebt unser Jüngster diese Freude. Den letzten Geburtstag des Jahres gefeiert und nach all den Plätzchen war die Torte besonders lecker.

Samstag, 27. Dezember 2014

Ruck-Zuck

Eine Woche vor Weihnachten wurde ich ganz lieb gefragt, ob ich vielleicht noch Handstulpen stricken könnte - bis Weihnachten.... Ja, gut das kann ich. Ob ich vielleicht auch zwei Paar stricken könnte....
Das wußte ich nicht, ob ich das kann. Also haben wir es auf einen Versuch ankommen lassen. Ich konnte, aber sowas mach ich nich´ für Jeden!

Am frühen Morgen des 24. Dezember waren beide Paare fertig:
Einmal mit dezenten Streifen.


Einmal ohne.



Beide in Größe L nach der kostenlosen Anleitung Rag Rug Mitts von Veera Välimäki, allerdings ohne die Zunahmen am Arm.


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Alles Liebe



Ich wünsche Euch ruhige und besinnliche Festtage mit Euren Lieben. Macht es Euch kuschelig!

Dann habe ich heute eine etwas längere Geschichte für Euch. Es ist nicht direkt eine Weihnachtsgeschichte, aber ich finde, sie passt ausgezeichnet zum Fest der Liebe. Ich finde sie sogar so toll, dass ich sie für Euch abtippe (okay, das wäre an sich nichts besonderes, aber ich kann leider (noch) nicht mit zehn Fingern schreiben und die Tastatur ist schon etwas marode und schreibt nicht immer was sie soll...).

Jetzt gehts aber mit der Geschichte los:

Als im Mai 1945 der Krieg in Europa zu Ende ging, kam die 123. mit den Besatzungstruppen auch nach Deutschland. Ich gehörte zu einer Gruppe, die in ein Konzentrationslager in der Nähe von Wuppertal abgeordnet wurde und hatte den Auftrag, medizinische Hilfe für die erst kürzlich befreiten Gefangenen zu bringen, von denen viele Juden aus Holland, Frankreich und dem östlichen Europa waren. Dieses war die erschütterndste Erfahrung, die ich je gemacht hatte; bis dahin war ich viele Male dem plötzlichen Tod und der Verwundung ausgesetzt gewesen, aber die Wirkung eines langsamen Hungertodes zu sehen, durch jene Baracken zu gehen, wo Tausende von Menschen Stückchen für Stückchen über mehrere Jahre gestorben waren, all das war eine neue Art von Horror. Für viele war es ein unwiderruflicher Prozeß. Wir verloren Dutzende täglich, obwohl wir sie schnellstens mit Medizin und Nahrung versorgten.
     Jetzt brauchte ich meine neue Erkenntnis, in der Tat. Wenn es so schlimm wurde, dass ich nicht mehr handeln konnte, tat ich das, was ich gelernt hatte zu tun. ich ging von einem Ende zum anderen in dem Stacheldrahtverhau und schaute in die Gesichter der Menschen, bis ich feststellte, dass das Gesicht Christi mich anblickte.
     Uns so lernte ich Wild Bill Cody kennen. Das war nicht sein eigentlicher Name. Sein wirklicher Name hatte sieben unaussprechliche polnische Silben, aber er hatte einen lang herunterhängenden Lenkstangenbart, wie man ihn auf Bildern der alten Westernhelden sah, so dass die amerikanischen Soldaten ihn Wild Bill nannten. Er war einer der Insassen des Konzentrationslagers, aber offensichtlich war er nicht lange dort gewesen: seine Gestalt war aufrecht, seine Augen hell, seine Energie unermüdlich. Da er sowohl Englisch, Französisch, Deutsch und Russissch als auch Polnisch fließend sprach, wurde er eine Art inoffizieller Lagerübersetzer.
     Wir kamen zu ihm mit allen möglichen Problemen; der Papierkram alleine hielt uns oft auf bei dem Versuch, Leute zu finden, deren Familien, ja sogar ganze Heimatorte möglicherweise verschwunden waren. Aber obwohl Wild Bill 15 oder 16 Stunden täglich arbeitete, zeigten sich bei ihm keine Anzeichen von Ermüdung. Während wir übrigen uns vor Müdigkeit hängen ließen, schien er an Kraft zu gewinnen. "Wir haben Zeit für diesen alten Kameraden", sagte er. "Er hat den ganzen Tag auf uns gewartet." Sein Mitleid für seine gefangenen Kameraden strahlte aus seinem Gesicht, und zu diesem Glanz kam ich, wenn mich der ut verlassen wollte.
     Ich war darum sehr erstaunt, als ich die Papiere von Wild Bill eines Tages vor mir liegen hatte, dass er seit 1939 im KZ gewesen war! Sechs Jahre lang hatte er von derselben Hungertoddiät gelebt, und wie jeder andere in derselben schlecht gelüfteten und von Krankheiten heimgesuchten Baracke geschlafen, dennoch ohne die geringste körperliche oder geistige Verschlechterung. Noch erstaunlicher war vielleicht, dass jede Gruppe im Camp ihn als einen Freund betrachtete. Er war derjenige, dem Streitigkeiten zwischen den Insassen zum Schiedsspruch vorgelegt wurden. Erst nachdem ich wochenlang dort gewesen war, erkannte ich, welch eine Rarität dies in einem Gelände war, wo die verschiedensten Nationalitäten von Gefangenen einander fast so sehr haßten, wie sie die Deutschen haßten.
     Was die Deutschen betraf, stiegen dieGefühle gegen sie in einigen der Lager, die etwas füher befreit worden waren, so hoch, dass frühere Gefangene sich Gewehre geschnappt hatten und in das nächste Dorf gerannt waren und einfach den ersten Deutschen, den sie sahen, erschossen hatten. Es war Teil unserer Instruktionen, diese Dinge zu verhindern, und wieder war Wild Bill unser größter Aktivposten, wenn er mit den verschiedenen Gruppen vernünftig redete und ihnen riet, Vergebung zu üben.
     "Es ist nicht leicht für sie, zu vergeben", erklärte ich ihm eines Tages, als wir im Zentrum für alle Abwicklungen mit unseren Teetöpfen beieinander saßen. "Viele von ihnen haben ihre Familienangehörigen verloren."
     Wild Bill lehnte sich in dem geraden Stuhl zurück und schlürfte sein Getränk.
     "Wir lebten im jüdischen Sektor von Warschau", fing er langsam an. Es waren die ersten Worte, mit denen er mir gegenüber von sich selbst sprach. "Meine Frau, unsere zwei Töchter und unsere drei kleinen Jungen. Als die Deutschen unsere Straße erreichten, stellten sie jeden an die Wand und 
eröffneten mit Maschinengewehren das Feuer. Ich bettelte, dass sie mir erlauben würden, mit meiner Familie zu sterben, aber da ich Deutsch sprach, steckten sie mich in eine Arbeitsgruppe."
     Er unterbrach, vielleicht weil er wieder seine Frau und seine fünf Kinder vor sich sah. "Ich mußte mich dann entscheiden", fuhr er fort, "ob ich mich dem Haß den Soldaten gegenüber hingeben wollte, die das getan hatten. Es war eine leichte Entscheidung, wirklich. Ich war Rechtsanwalt. In meiner Praxis hatte ich oft gesehen, was der Haß im Sinn und an den Körpern der Menschen auszurichten vermochte. Der Haß hatte gerade sechs Personen getötet, die mir das meiste auf der Welt bedeuteten. Ich entschied mich dafür, dass ich den Rest meines Lebens - mögen es nur wenige Tage oder viele Jahre sein - damit zubringen wollte, jede Person, mit der ich zusammenkam, zu lieben."  

Montag, 22. Dezember 2014

Sonntagsfreude - auch Montags noch

Die Weihnachtspost ist erledigt, endlich. Das Last-Minute-Projekt nimmt Form an und wir durften einen wunderbaren Tag mit einem lieben Freund verbringen, das ist Sonntagsfreude pur.



Freitag, 19. Dezember 2014

Ein Geschenk, ein Geschenk!

Manche Menschen sind schwerer zu beschenken als andere. Was bin ich froh, dass mir noch etwas (hoffentlich) passendes eingefallen ist.



Ein schmusig weicher, leichter Loop/Cape/Schulterwärmer aus Alpaca-Seidenmischgarn. Die Anleitung kann man hier kostenlos bekommen. Für Größe L/XL habe ich etwas mehr als 2 Knäul gebraucht.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Vorher-Nachher

Kennt ihr noch die Vorher-Nachher-Show? Ich fand es immer total spannend. Keine Frage, dass ich beim Vorher-Nachher-KAL mitmachte.

Vorher: der Strang:



Nachher: die Socken:


Die Wolle hat toll gewildert. Um das nicht zu unterbrechen, habe ich die Ferse nachträglich eingestrickt.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

WIP Wednesday

Heute nur ganz kurz: das wird noch´n Geschenk. Geplante Fertigstellung: noch vor Weihnachten, dieses Jahr.


Muss weiter stricken....


Montag, 15. Dezember 2014

Dem Sohn sei boshi

Die gewünschte myboshi ist noch am Geburtstag fertig geworden, leider waren Sohn und Mütze immer erst dann daheim, als es für Fotos schon zu dunkel war.


Als die Mütze laut Anleitung hätte fertig sein sollen, war sie leider zu kurz und das blaue Garn alle...also hab ich mit den Streifen ein wenig geschummelt.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Sonntagsfreude

Heute kann ich auf eine sehr abwechslungsreiche Woche zurückblicken: Termine fügten sich perfekt in vorhandene Zeitfenster, ein wenig exklusive Zeit zu zweit am Vormittag (mit Geschenke für die Kinder besorgen verbracht), einen seeehr entspannten Kinder Geburtstag gefeiert, an einem Abend 18 Christstollen gebuttert, gezuckert und hübsch verpackt, ....


Ich freue mich auf eine ruhige nächste Woche!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

WIP Wednesday

Hier wird gehäkelt. Am Sonntag habe ein my boshi rundum-sorglos-Paket geschenkt bekommen. Kaum hatte ich es daheim ausgepackt, schwärmte der Älteste, dass er genau so eine Mütze uuuunbedingt haben möchte.
Wenige Tage vor dem Geburtstag ist doch klar, dass dieser Wunsch gerne erfüllt wird, oder?

Montag, 8. Dezember 2014

Nikolaussocken

Wichteln macht Spaß! Schon einige Jahre mache ich beim Nikolaus-Socken-Wichteln mit. Ich freue mich immer sehr, wenn Jemand für mich Socken strickt. Und manchmal stricke ich auch lieber für Andere als für mich selbst.



Diese Glitzersocken habe ich auf die Reise geschickt. Das Stricken hat mir viel Freude gemacht und das kostenlose Muster zigzagular Socks werde ich sicher noch einmal stricken.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Sonntagsfreude


Der Nikolaus war im Kindergarten. Das war für den Jüngsten ein besonderes Erlebnis. Und, so habe ich erfahren, der Nikolaus hatte einen Bart, der war so eingerollt....


Und es gab wenige erste, sehr nasse Schneeflocken sehr zur Freude aller Kinder.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

WIP Wednesday

Das letzte Weihnachtsgeschenk:


Etwa ein Drittel ist geschafft, da sollte es kein Problem sein rechtzeitig fertig zu werden.


Montag, 1. Dezember 2014

Adventskalender

In den letzten Jahren wollten die Jungs meistens einen Schokokalender wie man ihn an jeder Ecke kaufen kann. Ich muss zugeben, das war mir durchaus recht. Doch meistens gab es bereits am ersten, oder spätestens zweiten Dezember Streit wem welcher Kalender gehört. Meist kam noch erschwerend hinzu, dass sich immer ein kleiner Bruder fand, der ohne Rücksicht auf Verluste weggenascht hat, was ihm in die Finger kam.

Dieses Jahr wollte ich einen Kalender selber füllen, aber 96 (!) Säckchen whatever müssen vor dem Füllen ja erstmal genäht, gestrickt oder sonstirgendwie angefertigt werden.... und außerdem habe ich nicht wirklich Platz für 96 Säckchen.
Also gibts pro Kind nur Eins. Die Säckchen befülle ich jeden Abend neu, das verhindert auch gleichzeitig unkontrollierte Fressorgien ;o)



So geht Upcycling: das Brett war mal eine Küchenschublade, die "Haken" stammen ebenfalls aus der alten Küche. Selbst der rote Stoff hat schon einige Jahre, ich schätze so 15, auf dem Buckel.
Das Werkeln hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich zeitlich total verkalkuliert hatte und die heutige Nacht deshalb nur sehr kurz war.